StartNewsHerren 2 schaffen Aufstieg in die Bayernliga

Herren 2 schaffen Aufstieg in die Bayernliga

Die zweite Mannschaft der Aschaffenburg Baskets hat die erste Aufstiegsrunde gewonnen und steigt damit direkt von der Bezirksoberliga Unterfranken in die Bayernliga Herren Nord auf. Am Wochenende setzte man sich in Goldbach gegen die Mitbewerber TSV Grombühl mit 72:51 sowie TTL Bamberg 2 mit 102:96 nach Verlängerung durch. In den anderen beiden Turnieren gewannen der FC Tegernheim und Bayern München 4 durch.

Gegen Grombühl erwischte man einen Traumstart. Nach 9 Minuten hieß es bereits 20:2. Die Aschaffenburger spielten trotz der langen Lockdown-Pause aus einem Guß und zeigten feinen Teambasketball. Leider verletzte sich der einzige Grombühler Center am Knie. Der sportliche Leiter, Jérôme Schaefer, der noch das Coachen für den erst im August kommenden, neuen Cheftrainer Frederico Rocha übernahm, nutzte frühzeitig die Gelegenheit, durchzuwechseln und seine Leistungsträger für das zweite Spiel zu schonen. Damit kam allerdings kein richtiger Spielfluss mehr zu Stande. Anfang des vierten Viertels machte die Starting Five der Baskets mit einem 13:0 Lauf den Sack zu (63:38).

Im zweiten Spiel des Tages hielt Grombühl zunächst stark mit und konnte sogar eine Führung herausspielen (22:20, 12. Minute). Danach spielte Bamberg mit mehr Druck und setzte seine Athletik besser ein. Die Kräfte der Würzburger schwanden von Minute zu Minute, sodass Bamberg konstant den Vorsprung ausbaute und am Ende deutlich mit 85:58 gewann.

Das abschließende Spiel zwischen den Baskets 2 und dem TTL Bamberg 2 sollte also das Finale um den direkten Einzug in die Bayernliga werden. Die Baskets gingen mit dem Vorteil ins Spiel, eine dreistündige Pause zwischen den Spielen gehabt zu haben.

Von Beginn an spielte man eindrucksvoll und erspielte sich bis zur Halbzeit einen komfortablen 51:29 Vorsprung gegen eine sehr talentierte, junge und athletische Bamberger Mannschaft. In der Verteidigung nutzte man die fehlende Erfahrung der Bamberger aus und spielte eine effektive Zonenverteidigung. Im Angriff zeigte Robin Kytka sein ganzes Talent, er baute sicher das Spiel auf und erzielte immer wieder aus den Systemen Punkte. In der 27. Minute ging man sogar mit 30-Punkten in Führung (70:40).

Danach brachen allerdings alle Dämme. Mit der fehlenden Konzentration und Intensität auf Aschaffenburger Seite witterte Bamberg Morgenluft und kämpfte sich Punkt um Punkt heran. Plötzlich spielten sich die Gäste in einen Rausch und die Baskets wirkten vor Sorge, einen so hohen Vorsprung zu verspielen, lethargisch. Man leistete sich unglaubliche Ballverluste und nahm nur noch schwierige Würfe.

Die Bamberger glichen tatsächlich kurz vor Schluss aus und es ging in die Verlängerung.
Die zweiminütige Pause half den Aschaffenburger und Coach Schaefer versuchte die Mannschaft neu einzustellen. Mit einer sehr großen Aufstellung nutzte man die Größenvorteile im Angriff wieder aus und kontrollierte hinten den Korb, da Bamberg das Wurfglück verlor. Am Ende brachten die Gastgeber das Spiel nach Hause.

Der erfahrene Schiedsrichter Christian Zang, der die ersten zwei Spiele leitete, fasste anschließend das Finale passend zusammen: „eins der krassesten Spiele an Dramatik, die ich in den letzten 25 Jahren gesehen habe“.

Jérôme Schaefer: „Ich bin unheimlich stolz auf den Aufstieg, aber auch ziemlich fertig, denn das letzte Spiel hat viel Kraft gekostet! Das war an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten, und hat gezeigt, wie attraktiv unsere Sportart ist. Dass die Bamberger nicht aufgegeben haben und so zurück gekommen sind, verdient höchsten Respekt, zeigt aber auch wie gut sie sind. Sie waren topfit, da einige NBBL Jungs während des Lockdowns auch offiziell weitertrainieren durften. Dass wir nach einer so langen Corona Pause erfolgreich waren, zwei volle Spiele durchgehalten haben und es ohne Blessuren oder Verletzungen geschafft haben, zeigt aber dass wir im Trainerteam mit Athletiktrainer und Physio einen tollen Job in den letzten Monaten gemacht haben. In der kurzen Vorbereitungszeit in der Halle haben wir uns auf wenige, wesentliche Dinge konzentriert und mit der Mischung aus sehr erfahrenen Spielern und jungen Talenten das Beste rausgeholt. Für unser Programm ist der Aufstieg genial, da wir auf attraktive Gegner treffen werden und den Wettbewerb als Sprungbrett für Talente für die Regionalliga nutzen können.“

Es spielten: Kytka (11 gegen Grombühl / 28 gegen Bamberg), Schütz (13/26), Abibu (14/10), Nießen (17/7), Maciejewski (4/15), Lucic (4/13), Roth (6/0), Pistner (3/0), Gautrain (0/2), Shepherd (0/0) und Weigelt (0/0).